Gebiet
Gebiet des Lugana
Die Herausforderung, auf die sich Francesco und Michele Montresor im Gebiet Lugana eingelassen haben, geht mit der festen Überzeugung einher, dass talentierte Weine eine Handschrift tragen müssen, die dafür sorgt, dass sie erkennbar sind. Die Grundlage dafür bildet die Erzeugung von dem Konzept nach modernen Weinen, die untrennbar mit Boden und Rebsorte verbunden bleiben.
Trebbiano di Lugana, die vor Ort „Turbiana” genannt wird, ist eine alte einheimische Rebsorte, die bereits von dem lateinischen Dichter Catull erwähnt wurde. Sie kommt am besten beim Anbau auf den überaus reinen Lehmböden zur Geltung, die das Terroir der Lugana kennzeichnen.
Unter dem genetische Profil ähnelt sie zahlreichen Wissenschaftlern nach dem Verdicchio, ist jedoch unter dem phänologischen, agronomischen und önologischen Gesichtspunkt absolut eigenständig. In kürzlich durchgeführte Studien der Universität Mailand wurden dem Genom des „Trebbiano di Lugana” Eigenschaften zuerkannt, die nicht auf die anderen Trebbiano-Sorten zurückzuführen sind.
Die Tradition schreibt ein Erziehungssystem mit Doppelbogen und ca. 18 Augen vor. Neuere Anlagen dagegen neigen dazu, die Anzahl der Rebstöcke pro Hektar zu erhöhen, wodurch sich die Anzahl der Augen auf 10 bis 12 verringert. Die Rebsorte ist nicht sehr kräftig, wenn man berücksichtigt, dass die ersten beiden Augen unproduktiv sind.
Der Boden ist eindeutig eiszeitlichen Ursprungs. Der Vorstoß der Gletscher ins Tal mit dem dabei transportierten Schutt hat das Amphitheater der Moränenhügel geformt und so in der Landschaft die Mulde der Lugana hinterlassen.
Durch eine unregelmäßige Verteilung variiert die Lehmzusammensetzung von Gebiet zu Gebiet: vorrangig Kalkstein und reich an Mineralien, um dann im Hügelgebiet sandiger zu werden.
Aus den bisherigen Beschreibungen geht anschaulich hervor, wie eine „scheinbar normale“ Rebsorte sich in einen spektakulären Weißwein verwandelt, der in Kombination mit allerreinsten Lehmböden im Detail emotional zum Ausdruck kommt.
Die jungen Weine wie der Lugana Doc und der Lugana Doc Le Creete sind mit einer exklusiven Frische gesegnet, die geschmacksintensiv und spritzig ist. Dieser angenehme und ungewöhnliche Geschmack erinnert an salzige, gewürzte sowie geräucherte Anklänge. Die ausgeprägte Säure verleiht Energie und Geschmack und wird im Laufe der Zeit expansiver und attraktiver. Doch es sind die gereiften Weine, die die wahre Seele des Lugana zum Vorschein bringen. Der Lugana Riserva Molceo wandelt sich im Laufe der Zeit und die mineralischen Noten kommen mit Wucht zum Tragen. Kohlen- und Wasserstoffe machen sich bemerkbar und dank des Lehmbodens lässt sich der Wein auf unvorhersehbare Zeit lange lagern.
Das Gebiet Lugana Doc
Das Anbaugebiet des Lugana erstreckt sich quer über die Provinzen von Verona und Brescia. Die Doc-Gemeinden sind: Sirmione, Desenzano, Lonato, Pozzolengo und Peschiera del Garda.
Der Boden und das außerordentliche Mikroklima dieses Teils des Gardasees bieten optimale Bedingungen für den Anbau der Rebsorte Trebbiano di Lugana, die nur hier die besondere Reife erreicht, die es dem Wein gestattet, auf hohem Niveau zum Ausdruck zu kommen und Ergebnisse extrem hochwertiger Qualität zu erzielen.
Der Wein wird aus dem reinsortigen Ausbau dieser Trauben erzielt, denen kleine Mengen anderer, nicht aromatischer Trauben hinzugefügt werden können.
In der Sparte Riserva wird die Farbe um goldene Nuancen und eine stärker Struktur bereichert, während der Schaumwein sich frisch und elegant präsentiert.